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Der 34. Band der Edition Reprinted by Huber

Im Oktober 2017 ist erschienen:
Helen Meier: «Übung im Torkeln entlang des Falls»
Ein Lesebuch. Herausgegeben und mit einer Helen-Meier-Biographie versehen von Charles Linsmayer
Reprinted by Huber Nr. 34, 384 Seiten, bebildert,
ISBN 978-3-7193-1600-6 Huber Verlag Frauenfeld,
erschienen im Verlag Orell Füssli, Zürich 2017, Fr. 29.90




Was der Band zeigen will:

«Wir haben das Torkeln entlang des Falls zu üben», sagt Eli in Helen Meiers Roman «Lebenleben». Die 37 Texte dieses Bandes, der einen massgeblichen Teil ihres Erzählwerks neu zugänglich macht, zeigen ihre Figuren als Gefährdete zwischen Jubel und Entsetzen in einer Welt, in der sich die Wucht des Todes mit der Ekstase und den Qualen der Liebe verbindet. Wie eng der eigenwillig-grossartige literarische Kosmos mit dem Leben der Autorin verknüpft ist, zeigt Charles Linsmayers reich bebilderte Helen-Meier-Biographie im Anhang.





Wer ist Helen Meier?

Paul Ilg um 1950

Am 17.April 1929 als Lehrerkind in Mels SG geboren, bildete sich Helen Meier nach der Primar- und Sekundarschule am Lehrerseminar Rorschach zur Primarlehrerin aus und arbeitete mit einem Zwischenspiel als Mitarbeiterin bei der Tibeterbetreuung in Rikon bis 1987 als Primar- und Sonderschullehrerin in Thal SG, Mels, Schaffhausen und Heiden AR. Obwohl sie schon früh Gedichte und Erzählungen schrieb, begann sie sich erst um 1970 in Rikon ernsthaft als Schriftstellerin zu fühlen und erlebte 1984 mit einem Preis bei den Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Tagen und mit der Publikation des Erzählbandes «Trockenwiese» als bereits 55jährige ihr literarisches Debüt. Belastende persönliche Erfahrungen, die Arbeit als Sonderschullehrerin und ein schonungsloser Blick auf die Welt trugen dazu bei, dass ihre Texte jenseits aller Idyllik von unglücklichen und tragisch scheiternden Menschen handeln, die in steter Gefährdung auf einer oftmals hoffnungslosen Suche nach Liebe sind. Dem späten Erstling folgten bis 2000 die Erzählsammlungen «Das einzige Objekt in Farbe», «Das Haus am See», «Nachtbuch», «Letzte Warnung», «Liebe Stimme» und, nach dem Verlust ihres Verlags als spätes Comeback, 2014/15 «Kleine Beweise der Freundschaft» und «Die Agonie des Schmetterlings». Die heute in Trogen AR lebende Helen Meier, die auch die sehr persönlichen Romane «Lebenleben», «Die Novizin» und «Schlafwandel» vorgelegt hat, gehört mit ihren unkonventionellen Themen und ihrer unverwechselbar eigenen Sprache zu den grossen, anerkannten Autorinnen des deutschen Sprachraums und wurde mit Auszeichnungen wie dem Droste-Preis sowie mit dem St.Galler und dem Appenzell-Ausserrhodischen Kulturpreis geehrt. Das Lesebuch «Übung im Torkeln entlang des Falls» präsentiert die radikalsten, geglücktesten Beispiele ihres Erzählens, ergänzt sie mit dem erschütternden unveröffentlichten Text «Walensee» und gibt im illustrierten Nachwort von Charles Linsmayer auch Aufschluss über Helen Meiers Leben und das Entstehen ihres Werks.



Erste Pressestimmen zum Werk und zur Tournee in der deutschen Schweiz:

Paul Ilg

Appenzeller Volksfreund vom 24.01.18
St.Galler Tagblatt vom 09.10.17
St.Galler Tagblatt 18.10.17
Saiten Januar 2018
NZZ am Sonntag vom 28.01.18
Thurgauer Zeitung vom 15.01.18
Programmzeitung Basel Februar 2018
Der Bund vom 01.02.2018
Die Weltwoche vom 01.02.2018
Die Basler Zeitung vom 06.02.2018
Radio SRF «Kultur Kompakt» vom 06.02.2018